Männerchor Au Berneck

Freude am Leben

 
 

Chorfüsse und Singballer

Alex Frei berichtet:

Fussballer als Chorsänger oder Chorsänger als Fussballer - wer würde sich im Metier des andern wohl besser schlagen? Diese Frage stellte sich dem Männerchor Au Berneck anlässlich der Vereinsreise nach München, einmal mehr von Paul Sieber vorzüglich organisiert.
Am Freitag 7. Juni 2024 war frühes Aufstehen angesagt. Bereits um halb sieben holte der Bus eine zwei Mannschaften umfassende Sängerschar ab. Genauso wie es im Fussball einen Schiedsrichter braucht, benötigt ein Chor seinen Dirigenten. So schloss sich unterwegs auch unser Coach Mihai Alexa der Gruppe an. Für ihn waren in den nächsten zwei Tagen mehrere Einsätze geplant. Zunächst erwartete uns um 10 Uhr eine Führung durch das BMW Classic Museum. Die ausgestellten Exponate mit Fahrzeugen aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts bis hin zu modernen Elektroautos liessen manch einen staunen. Noch so gerne hätten wir uns hinter das Steuer des einen oder andern Boliden gesetzt. Es folgte ein Mittagessen inmitten von Motorrädern in der architektonisch beeindruckenden BMW Welt.

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 Nachmittags folgte ein ganz besonderer Höhepunkt. Benedikt Zehm, ein weltbekannter Spezialist für Bühnenbeleuchtung, zeigte uns ganz privat das Innenleben eines der grössten Opernhäuser der Welt. War schon der Blick aus der Königsloge auf die Bühne überwältigend, so übertraf die Sicht von der Bühne in den Zuschauerraum und insbesondere die Grösse der Bühne und die Technik hinter dem Vorhang gänzlich unsere Vorstellung. Riesige Kulissenelemente, Requisiten aller Art, hydraulisch austauschbare Bühnenböden und vieles mehr füllten eine fabrikgrosse Halle. Kurz entschlossen formierte sich der Chor auf der Bühne und sang das Lied Mala moja - unser erster und wahrscheinlich einziger Auftritt in der Bayrischen Staatsoper München. Wie gerne würden wir das wiederholen! Höcklä und Gnüssä im Biergarten vom Viktualienmarkt und anschliessendem Nachtessen im riesigen Augustinerkeller rundeten den Tag ab. Oder verkürzte gar die Nacht einiger Sänger.
Am Samstag Besuch der Allianz Arena, in welcher der FC Bayern München heimisch ist. Hausherr vom imposanten Stadion ist aktuell jedoch die UEFA, die in wenigen Tagen die ersten Spiele der Europameisterschaft anpfeifen wird. Im Innenleben des Stadions wurden alle Spuren des FC Bayern München entfernt und durch Insignien der UEFA ersetzt. Uns fiel gleich der offizielle Mannschaftsbus unserer Schweizer Fussballnati auf, eine für uns einzigartige Kulisse für ein Gruppenbild. Es folgte eine informative Führung durch die Katakomben des Stadions. Der Chor durfte gar in der Kabine vom FC Bayern München Platz nehmen. Dessen Schuhe wären für uns wohl mehr als eine Nummer zu gross. Im riesigen Rund der Arena versuchten wir einen Torjubel und hörten kurz darauf unser Echo. Wie das wohl bei 75'000 Zuschauern tönt?
Nach dem Mittagessen im «Nürnberger Bratwurst Glöckl am Dom», dessen erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 1390 stammt, folgte eine Führung durch Münchens Altstadt. Den Schlusspunkt setzte der Besuch im Hofbräuhaus, natürlich mit dem Verkosten einer gehörigen Mass Bier.